Personal Development

Stress definition und Stressmanagement mit Timothy Gallwey

stressmanagement

Heute geht es bei den Buchempfehlungen um Inner Game of Stress.

Ein Buch von einem Sportpädagoge (weiß nicht ob das sein offizieller Titel ist, aber das beschreibt seine Arbeit meiner Meinung nach am besten) Timothy Gallwey , der sich mit 2 Allgemeinmedizinern zusammengetan hat um Stress und seine Auswirkungen zu bekämpfen.

 

Was ist Stress?

Das Buch liefert keine Definition von Stress, aber als Ergebnis des Buches würde ich Stress folgendermaßen definieren: Stress ist die mentale und körperliche Reaktion auf Situationen, die bei uns den „Fight or Flight“-Reflex auslösen. Das beinhaltet also alle Situationen, in denen wir uns Sorgen machen. Fight sind in diesem Falle Situationen, die uns wütend machen und Flight sind Situationen, die uns traurig machen oder verängstigen.

Zurück zum Buch:

In unserer modernen Gesellschaft häufen sich die Stressfaktoren. Die Nachrichten und Zeitungen leben davon uns Angst einzujagen. Magazine und Werbungen profitieren von unseren Unsicherheiten und selbst das private Leben ist voller Probleme, die man vor hundert Jahren gar nicht kannte. Somit ist Stress allgegenwärtig und muss auch dementsprechend ernst genommen werden.

Wie wirkt sich Stress aus?

Laut John Horton, M.D.(M.D. ist der medizinische Doktortitel in den USA) und  Edward Hanzelik, M.D. ist Stress ein Faktor bei 75 bis 90 % der Arztbesuche. Gerade chronischer Stress wirkt sich mental und physisch negativ aus. Die Symptome variieren von Person zu Person, aber Beispiele sind: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Unruhe im Darm, Herz-Flattern, Depression und Beklemmung.

Die meisten Patienten haben allerdings den Eindruck, dass Stress eine unvermeidliche Konstante in ihrem Leben ist und deshalb haben die beiden Ärzte entschieden mit Gallwey zusammen ein Buch für Stressmanagement zu schreiben. Ein Beweis, dass es auch anders geht, für all die unter chronischem Stress Leidenden.

Wie funktioniert Stressmanagement?

In diesem Teil meines Artikels stehe ich vor der schwierigen Aufgabe 90% des Buches in 500-1000 Worten wiederzugeben ohne das Copyright der Autoren zu verletzen. Als Kompromiss werde ich mich auf 3 Methoden beschränken, die mir ohne weitere Recherche in Erinnerung geblieben sind.

1. Erholung ist Pflicht!

Keine Methode von Stressmanagement ist annähernd so gut, wie gepflegte Erholung ohne äußere Reize. Tut etwas, was absolut keinen mentalen Energieaufwand von euch verlangt. Wenn ihr Fernsehen wollt macht eine DVD an und schaut sie von Anfang bis Ende ohne rumzuzappen. Wenn ihr lesen wollt, greift euch ein Buch und springt nicht zwischen 2-3 Büchern hin und her. Wenn ihr Musik hören wollt, macht euch eine Playlist und überspringt keinen einzigen Song. Wenn ihr Spazieren gehen wollt, plant eure Route und lasst den MP3 Player zu Hause.

Ähnliches habe ich letzte Woche schon in der Buchempfehlung von Kasparov angesprochen.

2. STOP

Die zweitbeste Methode in meinem Arsenal ist es einfach STOP zu sagen, wenn wir merken, dass der Stress über uns hinauswächst. Das klingt leichter gesagt als getan, denn dafür muss man erstmal die Aufmerksamkeit für Stress entwickeln. bis man vorzeitig erkennt, wann es zu viel wird. Hier hilft es nur immer wieder Situationen zu analysieren, in denen man gestresst war und in Zukunft diese Situationen zu vermeiden oder sich effektive Strategien zu überlegen.

3.Drei  Kontrollfragen

Diese Methode baut auf der STOP Methode auf, denn wir müssen merken, wenn wir gestresst sind, um dagegen vorgehen zu können. Ist es mal wieder soweit und STOP alleine hat nicht geholfen, dann wird es Zeit sich 3 Fragen zu stellen. Meistens agieren wir unter Stress sehr unlogisch und diese 3 Fragen helfen uns zur Realität zurückzukehren.

  •  Was kann ich an dieser Situation nicht ändern?

Oft ist die Situation unvermeidlich und wir merken es nicht.

  • Was versuche ich gerade zu ändern?

Auch wenn wir es eigentlich besser wissen, versuchen wir unterbewusst eine unvermeidbare Situation zu ändern. Wir erklären wie viel Pech wir haben in der Hoffnung, dass Fortuna die Ungerechtigkeit ausgleicht. Wir schreiben Geräte an, in der Hoffnung, dass sie Mitleid mit uns bekommen und uns helfen. Wir beten zu einer höheren Macht, als hätte diese nichts besseres zu tun, als die Ampel auf grün zu schalten oder die Lottoziehung zu manipulieren.

  • Was kann ich tatsächlich ändern?

Wenn wir uns auf Dinge konzentrieren, die wir tatsächlich ändern können, dann fühlen wir uns nicht mehr machtlos und vermindern damit den Stress.

 

 

Mein Kommentar:

Einige der hier angesprochen Dinge hab ich schon in anderen Artikeln angedeutet und daraus lässt sich wohl gut schließen, dass ich das Buch gut finde, oder? Es gibt ein paar Stellen im Buch, die dem Unterbewusstsein für meinen Geschmack zu viel Bedeutung zuordnen, aber die Ideen dahinter und die daraus geschlossenen Thesen machen für mich immer Sinn und helfen definitiv gegen Stress.

Ich kann das Buch mit voller Überzeugung  empfehlen!

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Gruß

Anton Jonas

 

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