Personal Development

Was wir uns von Rauchern und Alkoholikern abgucken können

Im englischen gibt es den Begriff „acquired taste“ für etwas, was den Leuten am Anfang nicht gefällt, aber nach einer gewissen Zeit immer leckerer wird.

Negativbeispiele sind dabei Dinge wie Kaffee,Zigaretten oder Alkohol. Habt ihr als Kinder Zigarettenrauch gerochen und gedacht „hmmm das möchte ich einatmen!“ ?. Wer kann sich hier noch an den ersten Schluck Alkohol erinnern? Hat es euch geschmeckt? Das sind Dinge, die durch Gruppenzwang langsam zur Gewohnheit werden und aus der Gewohnheit wird ein Geschmack und schon reden wir uns ein, dass Wodka und Zigaretten lecker wären.

Dieser Artikel soll aber kein Appell gegen diverse Süchte sein. Jeder den es betrifft, weiß bereits, dass es nicht gesund ist. Stattdessen möchte ich euch diesen Prozess  des „acquired taste“ ans Herz legen, um ein gesünderes Leben zu führen. Ich mochte Tee mit viel Zucker. Dann mochte ich Tee mit weniger Zucker. Dann mochte ich fruchtigen Tee mit wenig oder keinem Zucker. Heute liebe ich grünen Tee ohne jegliche Extrazutaten, wie Zucker oder Zitronensaft.

Wir haben bestimmte Erwartungen von dem Essen, das wir zu uns nehmen. Wenn wir etwas Neues probieren und es uns beim ersten Mal nicht schmeckt, schieben wir es in die „schmeckt nicht“ Schublade und dort kann es dann verrotten, wenn es nach uns geht.  Dabei haben wir so viele Beispiele, dass unser Geschmack sich verändert. Als Kind mochte ich keinen Käse. 😀

Wie ändern wir das?

  • Werdet euch bewusst, was ihr zu euch nehmt. Ich habe angefangen grünen Tee zu trinken, als ich über seine ganzen Vorzüge gehört habe. Anfangs war mir der Geschmack relativ egal. Es war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Aber mittlerweile assoziiere ich mit Geschmack und vor allem dem Geruch, all die gesunden Vorzüge und ich fühle mich schon beim Trinken besser. ( Danke lieber Placebo-Effekt 🙂 )
  • Gewöhnt euch langsam daran. Heutige Kettenraucher haben auch irgendwann damit angefangen, in der Schulpause heimlich eine Zigarette am Tag zu rauchen. Nehmt euch also ein Beispiel an den Kettenrauchern (ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sage) und fangt langsam mit euren gesunden Gewohnheiten an, bevor ihr es übertreibt und euch den Geschmack verderbt. Das beste Beispiel ist hier tatsächlich der grüne Tee, bei dem ich immer weniger Zucker benutzt habe und heute denke ich, dass Zucker den Geschmack verdirbt.
  • Experimentiert. Probiert etwas ohne Zusätze. Entscheidet, welche Zusätze es verbessern könnten. Welche Zubereitung schmeckt am besten?Wenn ihr Gemüse nur als breiige Masse von verschiedensten überkochten Gemüsesorten kennt, dann probiert einfach mal eine frische Paprika, bevor ihr entscheidet, dass alles Grünzeug eklig schmeckt.
  • Versucht keine Erwartungen zu habe. Wenn wir vorher schon bestimmte Erwartungen haben, werden wir nachher entweder enttäuscht oder unsere negativen Erwartungen werden bestätigt. Geht unvoreingenommen an die Sache heran und schaut einfach ein paar Mal, was passiert. Das gilt nicht nur für Essen. Viele Meditieren einmal und entscheiden „Das war langweilig und es ist nichts passiert“. Wenn man aber ein paar Tage lang dran geblieben wäre, hätte man gemerkt, wie sich die Meditation positiv auf den Geist auswirkt und ihr wäret für immer Meditationssüchtig(klingt besser als alkoholsüchtig oder?) !

 

Ich hoffe, das genügt, um einige von euch zu einer gesunden Veränderung zu motivieren!

Gruß

Anton Jonas

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