Philosophie

Outliers. Malcolm Gladwell und die Theorie von 10.000 Stunden

Eines meiner Lieblings-Sachbücher ist Malcolm Gladwells „Outliers: A Story of Success“ ,weil es mit dem Vorurteil aufräumt,es gäbe so etwas wie Talent.Eine gottgegebene oder vererbbare Fähigkeiten,die sich in jemandem manifestiert,unabhängig davon,wie dieser sein Leben lernt.

Überflieger

3 interessante Geschichten sind mir in Erinnerung geblieben:

1. Eishockey Spieler und das Geburtsdatum

Gerade im Leistungssport halten wir viele von Talent,aber wenn man sich beispielsweise den Eishockey in Kanada anguckt merkt man,dass der größte Vorteil zwar mit der Geburt zu tun hat,ber weder genetisch ist noch die Lerngeschwindigkeit beeinflusst. Das Geburtsdatum ist der Übeltäter!  In einer Testgruppe waren 40% der erfolgreichen Eishockeyspieler von Januar bis März geboren  und nur 10% von Oktober bis Dezember. Aus dem einfachen Grunde,dass die Jugendjahrgänge nach Jahreszahl sortiert werden und somit,die Kinder und Jugendlichen mit frühem Geburtsdatum fast ein Jahr länger Zeit haben sich motorisch und körperlich zu entwickeln. Ein Vorteil den die jüngeren nur selten durch Können ausgleichen können.

2. 10.000 Stunden bis zu wahrer Größe

Der Kern des Buches und der Grund warum es den Durchbruch geschafft hat ist die 10.000 Stunden Regel. In einer Stunde von Musikern hat man herausgefunden,dass alle Musiker die man als „groß“ bezeichnen würde mindestens 10.000 Stunden geübt haben,während die Musiklehrer eher im 3.000 Stunden Bereich waren. Ein weiteres Beispiel aus der selben Kategorie sind die Beatles. Bevor sie berühmt waren,wurden sie von ihrem Berater nach Hamburg St.Pauli geschickt und haben da jede Nacht vor kleinem Publikum gespielt. Einem betrunkenen Publikum,dass nicht schüchtern war,wenn ihnen ein Lied nicht gefallen hat.Als die Beatles groß heraus kamen hatten sie als auch ihre 10.000 harte Stunden bereits hinter sich.

Für mich widerlegt das ganze nicht nur die Theorie vom angeboren Talent sonder es ist auch sehr motivierend. Wem gefällt der Gedanke nicht,alles erreichen zu können,wenn er nur lange genug übt?

3. Der angeborene IQ ist kein Erfolgsgarant

Vielen Kritikern kommt jetzt sicher der Gedanke vom IQ,der mehr oder weniger angeboren zu sein scheint. (Es gibt Möglichkeiten den IQ Test zu trainieren) Aber selbst das widerlegt Gladwell gekonnt mit diversen Beispielen von sehr intelligenten Menschen,die wenig Erfolg hatten und durchschnittlichen Menschen die über alle Maße erfolgreich geworden sind. Aber meiner Meinung nach braucht man da gar nicht soweit zu schauen.Die meisten Menschen kennen selbst genügend Menschen,die nie ihr Potential ausgeschöpft haben.

 

Mein Kommentar:

Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu lesen. Es motiviert Menschen hart zu arbeiten und es erklärt den Weg zum Erfolg von Vorbildern wie den Beatles oder Bill Gates.

Allerdings muss ich dazu sagen,dass die 10.000 Stunden Regel mich nicht annähernd so sehr überzeugt wie andere Theorien,die ich später gelesen habe und die ich hier in Zukunft vorstellen werde.

Überflieger

Gruß

Anton Jonas

 

Andere Buchempfehlungen von mir:

Macht der Gewohnheit

4 Stunden Körper

 

1 thought on “Outliers. Malcolm Gladwell und die Theorie von 10.000 Stunden

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