Personal Development

Strategie statt Motviation und Disziplin.

Was wir wollen und was wir brauchen ist oft nicht dasselbe. Und ich meine damit nicht einmal,dass wir Eis essen wollen,wenn wir einen Apfel brauchen. Ich meine damit auch Entscheidungen,die wir nach tiefer Überlegung getroffen haben. Henry Ford, Gründer von Autohersteller Ford, sagte einmal „Wenn ich die Leute gefragt hätte,was sie wollten,hätten sie schnellere Pferde gesagt“.

Ähnlich ist es in Falle von Menschen,die sich verändern oder verbessern wollen. „Ich verliere einfach nach ein paar Tagen die Motivation“ oder „Mir fehlt einfach die Disziplin das durchzuhalten“

Disziplin..Motivation… Das ist es was wir wollen,aber was genau brauchen wir eigentlich?

Disziplin und Motivation helfen uns schwierige Entscheidungen zu treffen und unseren inneren Schweinehund zu überwinden.Wenn wir uns aber vorher eine vernünftige Strategie zurechtlegen können wir viele dieser Entscheidungen erleichtern. Und diese Strategie möchte ich heute mit euch teilen!

Verbrennt euer Schiff!

Als Hernando Cortez im Land der Azteken landete,befahl er seinen Soldaten alle Schiffe zu verbrennen. Warum hat er das gemacht? Um seinen Soldaten die Entscheidung „Sollten wir uns zurückziehen?“ zu ersparen. Wenn Rückzug bedeutet im Meer zu ertrinken ist es deutlich schwerer eine Schlacht als verloren zu akzeptieren,als in ein Schiff zu steigen und nach Hause zu segeln.

Im modernen Leben gilt es auch,die Option des Aufgebens möglichst unattraktiv zu machen.Wenn ihr die ersten Kilos abgenommen habt,warum werft ihr die Klamotten nicht weg,die euch zu groß geworden sind?Weil es eine Rückzugmöglichkeit ist,falls man wieder zunimmt. Wenn ihr Sport treiben wollt,warum fürchtet ihr dann einen Fitnessstudio Vertrag der ein Jahr lang läuft? Weil es keinen Rückzug aus dem Vertrag gibt!Warum verheimlichen viele Leute ihre Versuche etwas neues zu lernen oder sich zu verändern?Weil ein Rückzug dann peinlich wäre.

Strategien um euer Schiff zu verbrennen sind vielfältig und nicht alle kann ich so empfehlen,wie ich es oben angedeutet habe.

Kleidung,Werkzeug etc weggeben bzw. kaufen

Wenn ihr eine schlechte Gewohnheit los werden möchtet,solltet ihr euch nicht für einen Rückfall ausrüsten.Wenn man abnimmt,braucht es die zu große Kleidung nicht mehr.Wenn ihr aufhören wollt zu rauchen braucht ihr keine Zigaretten mehr. Wenn ihr aufhören wollt zu trinken,braucht ihr keine volle Minibar.

Auf der anderen Seite sind Investitionen,die uns zu groß vorkommen,wenn wir nicht sicher sind,ob wir etwas durchhalten oder nicht. Laufschuhe,Fahrräder,Fitnessgeräte,Entsafter,Nikotinpflaster. Wenn ihr bereits eine Gewohnheit im Kopf habt,wird euch schon etwas vorschweben. Dinge die euch jeden Tag daran erinnern,was ihr euch vorgenommen habt,wenn ihr an ihnen vorbei geht.

Finanzielle Anreize

Ein anderer finanzieller Anreiz,den wir oft meiden,weil wir nicht an uns glauben sind Verträge. Ich denke hier vor allem an das Fitnessstudio(wobei ich selbst noch nie in einem war),aber ich bin sicher euch fallen andere Dinge ein. Andere finanzielle Anreize sind Wetten. Es gibt Wetten die man mit Freunden abschließen kann, es gibt aber auch Antiwetten.Webseiten wie http://www.stickk.com/ bieten die Möglichkeit an,dort Geld einzuzahlen und wenn man dann nach einer bestimmten Zeit nicht sein Ziel als erreicht eingibt,dann spendet die Webseite das Geld automatisch an eine Organisation,die man auf keinen Fall unterstützen möchte. In Amerika sind NRA(Waffenorganisation) und Abtreibungskliniken beliebte Antiwetten,weil die Leute entweder liberal und gegen Waffen oder konservativ und gegen Abtreibungen sind.Um hier das Maximum herauszuholen,würde ich aber einen Freund bitten das Konto auf dieser Seite zu erstellen,damit er beurteilen kann,ob man das Ziel erreicht hat. Wenn man einfach lügen kann,ist das eine weitere leichte Rückzugsmöglichkeit.

Sozialen Druck erzeugen

Das sehe ich etwas kritisch. Sozialer Druck ist zwar sehr effektiv und gut,aber in den meisten Fällen lobt das soziale Umfeld unseren Vorsatz so überschwänglich,dass erwiesenermaßen die Motivation sinkt. Wir haben das Gefühl schon soviel Lob erhalten zu haben,dass es nicht viel mehr bringen würde,das Ziel zu erreichen.Da sollte jeder versuchen sich selbst und sein Umfeld abzuschätzen.Zu viel Lob kann schädlich sein!

Fazit

Letztendlich sind diese Strategien nur kleine Hilfen auf einem langen Weg. Völlig ohne Motivation und Disziplin werdet ihr nicht weit kommen,egal wie viel Geld ihr in neue Geräte investiert,an die NPD zu spenden droht und wie oft ihr euren Freunden erzählt,was ihr vorhabt. Aber an einem schwierigen Tag,an dem alles schief zu laufen scheint,wenn ihr kurz davor seid aufzugeben,können diese Strategien euch retten.

Wenn jede diese Strategien euch 5 % Motivation ersparen,werdet ihr am Ende immer noch 80% brauchen!Und jetzt ran an die Arbeit!

 

Gruß

Anton Jonas

 

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