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Mit dem Rauchen aufhören! Tipps für Disziplinlose.

Was sollte man beachten, wenn man mit dem Rauchen aufhören will?

Ich werde nicht lange predigen, warum ihr aufhören solltet. Das sollte jeder Mensch wissen, der schlau genug ist, einen Artikel anzuklicken der „Mit dem Rauchen aufhören“ heißt. Hier sind nichts als Ratschläge, die ihr direkt anwenden könnt, um euch das Aufhören leichter zu machen.

  1. Verpflichte dich vollständig. Man gibt auf, wenn man nur halb bei der Sache ist. Man erzählt sich, dass man aufhören will, aber bleibt im Hinterkopf davon überzeugt, dass es nicht funktionieren wird. Man verrät niemandem, dass man aufhören will, schreibt es nicht auf, um ja nicht als Versager dazustehen, falls es nicht funktioniert. Schreit es von den Dächern herab, erzählt es jedem, der bereit ist euch zuzuhören und macht das Versagen  für euch möglichst unangenehm. Wenn ihr später kurz davor seid aufzugeben, sind es Gedanken wie „Was sage ich allen, die an mich geglaubt haben?“, die einen motivieren die Kippe wegzuwerfen, statt sie anzuzünden.
  2. Mache einen Plan. Mit dem Rauchen aufhören, ist ein großer Lebensabschnitt und keine Kleinigkeit. Man macht soetwas nicht spontan. Wir alle wissen wie lange die spontanen Vorsätze halten, die wir uns in schlaflosen Nächten machen. Schreibt euch eine Liste von Belohnungen für jeden erreichten Meilenstein auf. Schreibt euch die Situationen auf, die euch am schwersten fallen werden und plant im voraus, wie ihr dagegen vorgeht. Was wenn euch ein Arbeitskollege eine Kippe anbietet? Was wenn ihr abends in einer Kneipe landet, wo ihr der einzige Nichtraucher seid?
  3. Formuliere aus warum du aufhörst. Ist der Drang erst einmal da, wird es schwer sich an seine Beweggründe zu erinnern. Wenn man da keine vorbereitete Liste hat, kämpft auf einmal im Kopf der echte Drang zu rauchen gegen euren reinen Willen. Alle Gründe und Ziele verschwimmen zu etwas nicht greifbaren, was meilenweit entfernt (wenn nicht sogar unerreichbar)  zu sein scheint. Macht ihr es für eure Gesundheit, für eure Familie, für die Frauen, die nicht auf Raucher stehen? Jeder wird seine eigenen Gründe haben. Sucht euch eure wichtigsten Gründe und erinnert diese wie ein Mantra jedesmal, wenn ihr das Gefühl habt, schwach zu werden.
  4. Das Nichtrauchen ist ein Damm. Das Gehirn auf Entzug spielt euch gerne Streiche und einer der ersten Streiche wird es sein, euch einzureden, dass eine Zigarette nicht schaden kann. Ihr könnt ja danach weiter „Nichtrauchen“, richtig? FALSCH! Das Rauchen ist wie ein reißender Fluß und wenn erst einmal der Damm des Nichtrauchens bricht, dann könnt ihr nur wieder bei Null anfangen und den kompletten Damm neu aufbauen. Selbst ohne Sucht sollte das jeder kennen, der sich mal vorgenommen hat nur ein Stück Schokolade oder nur eine Handvoll Chips zu essen. Niemand legt die Packung weg, wenn sie ersteinmal angebrochen ist!
  5. Findet Gleichgesinnte. Es ist deutlich leichter aufzuhören, wenn man sich ab und zu mit Leuten unterhält, denen es genau so geht wie euch. Nichtraucher werden niemals verstehen, wie es euch geht und Raucher werden ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie sehen, dass ihr aufhören könnt und sie nicht. Also werden Raucher oft versuchen euch vom Aufhören loszubekommen, einfach damit sie weiterhin glauben können, dass es einfach unmöglich ist und sie sich keine Gedanken über die eigene Sucht machen müssen.
  6. Belohne dich! Etwas nicht zu machen ist schon aus Prinzip eine negative Geschichte. Um nicht von dieser Negativität  heruntergezogen zu werden, bis ihr es nicht mehr aushaltet, solltet ihr euch Belohnungen suchen. Der erste Tag, der zweite Tag, der dritte Tag,die erste Woche, der erste Monat…. Jeder Meilenstein sollte belohnt werden, so dass der ganze Prozess auch eine positive Seite hat auf die ihr euch freuen könnt. Überlegt euch selbst Dinge, die ihr euch schon lange kaufen oder tun wolltet und belohnt euch damit für euren starken Willen!
  7. Zeitspiel. Jeder Drang verschwindet nach einer gewissen Zeit von selbst.(Auch wenn er später wiederkommt)  Die Herausforderung ist es, das Rauchen solange hinauszuzögern, bis der Drang verschwunden ist. Wenn ihr einen Drang verspürt, atmet 10 Mal tief ein und aus, schnappt euch ein Kaugummi oder eine andere Kleinigkeit. Redet mit einem Gleichgesinnten oder geht an die frische Luft und macht einen Spaziergang.  Beschäftigt euren Verstand, bis er vergisst, dass ihr rauchen wolltet.
  8. Ersetze das Rauchen mit anderen Gewohnheiten. Rauchen hat oft gewisse Auslöser und unterbewusst versucht man damit gewisse Dinge zu erreichen. Es gilt hier, diese Ziele ohne Rauchen zu erreichen. Wenn ihr Rauchen gegangen seid, wenn es zu stressig wurde, macht stattdessen einen Spaziergang. Wenn ihr euch bei Parties komisch fühlt, wenn ihr nichts in der Hand habt, sucht euch eine andere Beschäftigung. Wenn ihr bei Raucherpausen mit euren Kollegen gequatscht habt, sucht euch andere Leute, die aufhören wollen oder aufgehört haben und entwickelt soziale Gewohnheiten, die es unnötig machen, bei den Rauchern zu stehen.
  9. Die ersten 2 Tage sind körperlich. Realisisert, dass Nikotinentzug nur 2 Tage anhält. Wenn ihr danach noch mit euch kämpfen müsst, ist das reine Kopfsache. Setzt euch immer wieder kleine Etappenziele, wie ein Marathonläufer. „Noch einen Kilometer, dann entscheide ich, ob ich weiterlaufe oder nicht“ Und bei jedem Etappenziel merkt man, dass man noch eine weitere Etappe schaffen kann.
  10. Ihr habt erst versagt, wenn ihr aufhört es zu versuchen.Natürlich habe ich geschrieben, wie unangenehm es ist zuzugeben, dass man rückfällig geworden ist und alles zu Nichte gemacht wurde, was ihr bis dahin erreicht habt. Aber gleichzeitig habt ihr jetzt bereits eine Referenz, wie lange ihr durchgehalten habt. Beim nächsten Mal wird es deutlich leichter. Ihr könnt aus euren Fehlern lernen und einen stabileren Damm bauen, als beim ersten Mal.

Schnappt euch ein Blatt Papier und beginnt noch heute euren Ausstieg zu planen!

 

Interessante Artikel:

Wie man eine lebenslange Gewohnheit bildet.

Was wir uns von Rauchern und Alkoholikern abgucken können

Die Macht der Gewohnheit

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Der beliebteste Ratgeber für angehende Nichtraucher scheint „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr zu sein.

2 thoughts on “Mit dem Rauchen aufhören! Tipps für Disziplinlose.

  1. Interessanter Beitrag.
    Das sind wirklich wichtige Punkte die Sie aufzählen.
    Es wird mit sicherheit den ein oder anderen Raucher ansprechen, und helfen.

  2. Das schlimmste beim Rauchen aufhören ist eigentlich die Angst davor und die Frage „Was ist danach?“ Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es tatsächlich halb so wild ist. Wenn man vor allem in der ersten Tagen viel Sport macht, kommt man viel leichter über den Entzug hinweg. Es lohnt sich auf jeden Fall zu jeder Zeit, mit dem Rauchen aufzuhören.
    Wünsche allen viel Erfolg dabei!

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