Personal Development

Warum Meditieren nicht nur was für Hippies ist.

Über Meditation gibt es immer noch einiges an Vorurteilen und mit einige davon möchte ich heute aufräumen,denn Spiritualität ist nicht gerade etwas,dem ich meinen Stempel aufdrücken würde.

Ich werde in den nächsten Wochen eine Ratschlag-Reihe zu verschiedenen Meditationstechniken starten, aber heute geht es nur darum die wissenschaftlichen Vorzüge von Meditation vorzustellen.

 

Das Gehirn passt sich unseren Gedanken wie ein Muskel an.

Erst einmal sollte klargestellt werden,dass das Gehirn bis ins hohe Alter flexibel ist. Es stellt sich wie ein Muskel auf seinen Zweck ein. Mit jedem Gedanken verändern wir unser Gehirn.

Studien gibt es dazu haufenweise:

http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-blog/neuroplastizitaet/  ;

http://blog.achtsamkeitskongress.de/dr-sara-lazar-meditation-und-neuroplastizitat ;

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuronale_Plastizit%C3%A4t

Ich denke bis auf die größeren Skeptiker wird die Mehrheit meiner Leser darauf verzichten,das ganze zu lesen. Die beiden prägnantesten Beispiele waren,dass bei Leuten,die ihren Hauptarm wegen einer Verletzung nicht benutzen konnten, nach einigen Tagen eine große Veränderung im Gehirn festgestellt wurde. Sie haben also nicht einfach gelernt,den schwachen Arm zu benutzen. Ihr ganzes Gehirn hat sich umgekrempelt!

Ein Weiteres Beispiel war die Untersuchung von Leuten die Meditation praktizierten und bei 50-jährigen wurde eine Masse von grauen Zellen festgestellt,die üblich für 25-Jährige ist,die nicht meditieren.

 

Nicht überzeugt?

Dann befasst euch mal ein wenig mit Myelin. Myelin ist ein Stoff, der im Gehirn bei jedem Hirnimpuls um die aktiven Gehirnzellen wickelt und diese isoliert. Das bedeutet mit jedem weiteren Impuls wird dieser ein wenig schneller weitergeleitet. Was wiederum bedeutet,dass jeder Gedanke den wir haben,es erleichtert diesen noch einmal zu haben. Jedes mal wenn wir denken „ich bin faul“ wickelt sich ein wenig Myelin um die für diesen Gedanken zuständigen Nervenzellen und es wird leichter beim nächsten Mal wieder „ich bin faul“ zu denken.  Unser Gehirn ist also wie ein Dschungelpfad, durch den sich unsere Impulse kämpfen müssen. Wenn wir sie aber oft genug wiederholen werden sie langsam zu Trampelpfaden und irgendwann Autobahnen.Und das ganze gilt für Gedanken,Gewohnheiten und Fähigkeiten. Jede Wiederholung macht die nächste Wiederholung ein wenig leichter!

 

Aber was hat das ganze mit Meditation zu tun?

Das ganze mag noch ein wenig abstrakt und kompliziert klingen. Aber genau diese oben beschriebenen Vorgänge erlauben uns durch Meditation unser Gehirn zu trainieren.

Wer viel Zeit hat und die englische Sprache beherrscht kann sich die Wirkungen von einem Experten erklären lassen:

Alle anderen müssen leider mit mir Vorlieb nehmen. 🙂

Eine der interessantesten Erkenntnisse ist,dass die linke Hälfte des präfrontalen Kortexes bei Meditierenden deutlich ausgeprägter ist. Auf den präfrontalen Kortex im allgemeinen lässt sich Selbstbeherrschung und Entscheidungsfindung zurückführen. Auf die linke Hälfte im speziellen sogar positive Gefühle. Bei Depression ist die linke Seite weniger aktiv als üblich während die rechte Seite über der normalen Aktivität ist. Durch Meditation werden wir also glücklicher.

Was auch erklären würde,warum der wissenschaftlich glücklichste Mensch der Welt ein buddhistischer Mönch ist. Jon Kabatt-Zin selbst hat auch bereits nachgewiesen,dass er mit seinem Meditationsprogramm Angstneurosen bekämpfen kann. Und ein etwas kurioses Ergebnis ist,dass das Immunsystem scheinbar deutlich effektiver auf Krankheitserreger reagiert,wenn man meditiert hat.

Fazit

Meditation macht erwiesenermaßen glücklicher und steigert die Selbstbeherrschung!  Erfahrungsgemäß kann ich auch noch sagen,dass es mir geholfen hat Stress abzubauen und meine Kreativität deutlich fördert.

Wenn man ungewollte Gedanken,wie mit einem Spamfilter ignorieren kann ohne sich mit ihnen zu beschäftigen,hat man auf einmal eine Idee nach der anderen.
Ich hoffe wirklich mit diesem Artikel den ein oder anderen „Ungläubigen“ zu bekehren. Ohne Meditation wäre ich heute ein ganz anderer Mensch und es würde mich riesig freuen,das mit anderen Leuten zu teilen.

Falls ihr euch jetzt fragt,wie man denn jetzt meditiert,müsst ihr euch nur bis Mittwoch gedulden. Da kommt Teil 1 meiner Meditationsreihe. 🙂

Gruß

Anton Jonas

 

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