Personal Development

Meditation: Der Dialog mit meinem Unterbewusstsein

Ich hab schon so manchen Artikel  zum Thema Meditation verfasst, was mir bisher zu kurz gekommen ist, ist der Grund warum ich meditiere. Zu Beginn ging es wirklich nur darum die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren. Aber je besser ich darin wurde, die Ablenkungsversuche meines Unterbewusstseins abzuwehren(anfangs reichte schon ein „Hey du könntest jetzt auch statt hier zu hocken am PC sitzen), desto mehr wurde das Meditieren zu einer Möglichkeit mit meiner eigenen Psyche zu kommunizieren.

Niemand ist in der Lage sich vollkommen zu konzentrieren, aber jedesmal, wenn ein Thema interessant genug für mich ist, um mich vom Konzentrieren abzulenken, weiß ich, dass ich einen Nerv getroffen habe.

Wenn jemand von verschiedenen Bewusstseinsebenen spricht, nehme ich an, dass er damit genau das meint. Ich entferne mich nämlich immer mehr vom instinktgesteuerten Tier,dass jedem Gedanken sofort hinterherläuft und meine Gedanken müssen immer unterhaltsamer und erleuchtender sein.

Die erste Ebene war immer sehr animalisch und instinktiv:

„Ich hab Hunger“ , „Es ist zu kalt“, „Ich bin müde“, „mein Knie juckt“

Wenn das nicht mehr genug war, um mich abzulenken, kam die Verführung:

„Ich hab was Leckeres im Kühlschrank!“, „Du hast bestimmt eine Facebook(oder damals noch ICQ)-Nachricht!“,“Ob die nächste Folge deiner Lieblingssendung wohl schon raus ist?“

Ich habe nicht Buch über diese Ebenen geführt, also werde ich hier wohl keine weltbewegenden und Augen öffnenden Einsichten über den Prozess der Meditation und der Entwicklung des erleuchteten Menschen vorstellen können.

Im Moment bin ich so weit, dass ich an einem guten Tag nur noch abgelenkt werden kann, wenn ich etwas verstehe, was mir bisher noch ein Rätsel war. Sei es etwas über mich selbst oder das bis dahin nicht nachvollziehbare Verhalten eines anderen Menschen.

So treibt die Meditation also nicht nur meine Konzentrationsfähigkeit voran sondern auch mein Verständnis über die Welt und ihre Bewohner. Wem also die reine mentale Stärke nicht Grund genug zum Meditieren ist, der lässt sich vielleicht mit Erleuchtung ködern. 🙂

Wer sich eine teure Psychotherapie oder Hypnose ersparen will, kann sich also stattdessen auch einfach mal 30 Minuten am Tag still hinsetzen und beobachten, womit das Unterbewusstsein ihn aus der Stille locken möchte.
Gruß

Anton Jonas

 

3 thoughts on “Meditation: Der Dialog mit meinem Unterbewusstsein

  1. Ich finde, Mediation ist besonders jetzt in der Fastenzeit ein tolles Mittel zur Entschleunigung und zur bewussten Auseinandersetzung mit sich selbst. Fasten bedeutet für mich nicht nur Einschränkung hinsichtlich der Ernährung. Für mich ist das Fasten eine bewusste Vermeidung von Reizen, seien es elektronische, soziale, akustische oder visuelle Reize. Seit ich regelmäßig meditiere merke ich, wie es mir selbst psychisch und physisch besser geht. Wie du ganz schön im Artikel geschrieben hast, fördert Meditation auch das Verständnis über die Welt und die Mitmenschen. Diesen Punkt finde ich auch besonders wichtig, da oft vorschnelle Schlüsse gezogen werden und Probleme nur von einer Warte aus gesehen werden. Durch Meditation verändern sich gewisse Sichtweisen, man versteht den anderen besser. Wie heißt es so schön: Alles verstehen heißt alles verzeihen. Im dem Sinne noch eine schöne Fastenzeit!

    1. Danke für den Kommentar. Man kann Meditation wirklich nicht zu hoch loben und Fasten ist ein faszinierendes Thema, mit dem ich mich noch viel zu wenig auseinandergesetzt habe. Ich hoffe das lässt sich bald ändern. 🙂

      Aber vor allem möchte ich mich bedanken, weil du mich zu folgendem Artikel inspiriert hast!
      https://www.disziplinlos.com/10-schritte-zur-entschleunigung/

      „Andere besser verstehen“ ist wirklich ziemlich nützlich. Auf andere sauer sein, ist laut Dalailama(oder Ghandi?), wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass jemand anders krank wird. Meine Erfahrung ist es auch, dass es unmöglich ist,jemanden zu hassen, den man wirklich verstanden und kennengerlernt hat.

  2. Hallo Anton!

    Habe gerade deinen Kommentar gelesen und mich total gefreut, dich zu so einen interessanten Artikel inspiriert zu haben. Ein schöneres Kompliment könnte man einer sprachverliebten Schreiberin nicht geben, schließlich will jeder Blogger durch seinen Kommentar etwas bewirken.
    Ich habe deinen Artikel über Entschleunigung gelesen und fand mich in vielen Aussagen wieder. Auch ich bekämpfe Langeweile leider noch viel zu oft mit digitalen Medien, sobald die Fastenzeit wieder vorbei ist, befürchte ich in alte Muster zu verfallen. Meditation, ein gutes Buch oder ein schönes heißes Bad sind gute Strategien, um der „Langeweilefalle“ zu entwischen. Manchmal spüre ich aber auch, dass ich meinen Körper bewegen muss, um Befriedigung zu erhalten. Dann hilft ein Spaziergang an der frischen Luft, Sport oder auch Putzen. Ich musste grinsen, also ich gelesen habe wie die „Haushalt führen“ als meditative Tätigkeit genannt hast. Aber es ist wirklich so, es hat tatsächlich eine beruhigende Wirkung auf mich, was ich bis jetzt eigentlich nie so bewusst wahrgenommen habe!
    Danke noch einmal für dein Feedback.
    Liebe Grüße, Claudia

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