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Lektionen aus dem Leben eines Schachweltmeister

Kasparow

Donnerstag ist Buchempfehlungstag und das heutige Buch ist „Strategie und die Kunst zu leben“ vom ehemaligen Schachweltmeister Garri Kasparow. Leute ohne Schachkenntnisse brauchen sich aber nicht abschrecken zu lassen, man komt dort vollkommen ohne aus. Man braucht nur das Vorwissen, dass Kasparow ein sehr schlauer und strategisch denkender Mensch ist. Hier erzählt er ein wenig von seinem Leben und viel darüber, was er daraus gelernt hat.

Erholung ist Teil des Jobs

Den größten Eindruck auf mich hat das Kapitel gemacht, welches sich mit seiner Ausbildung beschäftigt, also seiner Zeit bevor er zum Schachsuperstar wurde. Er hatte einen strengen sowjetischen Lehrer, der ihm sehr wenig verziehen hat. Interessant war aber, dass dieser Trainier ihm auch überraschend oft Ruhe verschrieben hat. Nicht gerade etwas, was wir von strengen Lehrern erwarten. Wenn ich streng höre, denke ich an den Fußballtrainer Felix Magath, der bekannt dafür ist, seine Spieler so lange Lauftraining machen zu lassen, bis sich die ersten übergeben müssen.Die Lektion des Schachlehrers für Kasparow war, dass Ausruhen Teil des Berufes ist. „Ich bin müde“ oder „Ich hab nicht genug geschlafen“ oder „Ich hatte zu viel Stress“ sind keine Ausreden, sondern Zeichen von schlechter Arbeitseinstellung. Wenn wir uns nicht oft und richtig ausruhen, dann schwächen wir unsere Leistung ein.Bevor ich das gelesen habe, waren Müdigkeit und Stress für mich unveränderliche Naturgewalten, denen ich machtlos ausgeliefert bin. Heute sehe ich das dank Kasparov anders.

Vorbereitung ist alles

Eine weitere Überraschung war für mich, wie extrem die Vorbereitung auf jedes Schachspiel ist. Ich hatte die Vorstellung, dass 2 Leute einfach üben und der klügere gewinnt. In Wirklichkeit gewinnt in den meisten Fällen, der fleißigere. Wobei im Profibereich die „Faulen“ immer noch extrem viel Zeit in Vorbereitung investieren. Jeder große Schachspieler hat heutzutage Teams von Mitarbeitern, die ausgedehnte Datenbanken analysieren und alles,was man über die kommenden Gegner herausfinden kann möglichst präzise zubereiten, damit der Spieler sie studieren kann.

Wenn sich 2 große Schachspieler zu einem wichtigen Match treffen, gibt es keine Überraschungen mehr. Sie wissen alles übereinander, was man in Datenbanken erfahren kann.

Sei  proaktiv

Das kannte ich schon aus anderen strategisch angehauchten Spielen( nicht zuletzt Fußball), aber Kasparow hat das noch einmal deutlich unterstrichen und meine Überzeugung gefestigt.

Wenn wir uns in einer Situation befinden, wo es darum geht jemand anderen zu „besiegen“ , sollte es immer unser Ziel sein, ihn durch unsere Aktivität so zu beschäftigen, dass er nicht in der Lage ist, selbst Einfluß auf das Spiel zu nehmen. Im Optimalfall sind wir so aktiv, dass der andere immer damit beschäftigt ist, auf uns zu reagieren, bis wir ihn wieder mit der nächsten Aktion beschäftigen.

Das lässt sich in jede Lebenssituation übertragen. Wenn wir im Gespräch der aktive Part sind, können wir es dahin lenken, wo wir uns am wohlsten fühlen. Die unangenehmsten Situationen sind für uns immer diejenigen, welche wir nicht kontrollieren können. Das Bewerbungsgespräch und die mündliche Prüfung fallen mir da spontan als Beispiele ein.

  Fazit

Das Buch lohnt sich auf jeden Fall. Kasparow schafft es interessante und verständliche Theorien aus Schach, Wirtschaft, Politik und Leben zu einem unterhaltsamen Buch zu verknüpfen. Es ist einfach eines von diesen Büchern, bei denen man sich von anderen erfolgreichen und hart arbeitenden Menschen inspirieren lassen kann.

Schlagt also zu und lasst mich wissen, wie es euch gefallen hat!

 

Gruß

Anton Jonas

 

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