Philosophie

Im Hier und Jetzt Leben.

Ich hab ca. 50 Ideen für Artikel, aber keiner springt mich an. Selbst nach dem ich mühselig einen ausgewählt habe, der nicht völlig uninteressant für mich ist, fällt es mir extrem schwer darüber zu schreiben.

Also versuche ich heute etwas anderes und verwandle einen meiner Tweets in einen Artikel, bei dem ich tatsächlich etwas sage, was aus Inspiration geschieht und nicht aus dem Zwang etwas schreiben zu müssen.

„Ich habe in meinem Leben viele Sorgen gehabt, die meisten davon sind nie eingetreten:“ Mark Twain

Was können wir daraus lernen?

Die meisten Sorgen waren unnötig

Man muss kein langes Leben hinter sich haben, bevor man einsieht, dass Mark Twain recht hatte. Die meiste Zeit, wenn wir uns den Kopf zerbrechen, tritt das Worst Case Szenario nicht ein, obwohl es uns ewig durch den Kopf wandert. Die Probleme haben sich nicht nur oft selbst gelöst oder waren halb so schlimm. Selbst Dinge, die für uns früher weltbewegend waren und für uns der reine Horror waren, sind für uns heute nur noch Anekdoten, über die man auf Parties mit anderen zusammen lachen kann. Denkt einfach mal zurück, wie es sich angefühlt habt, als ihr zum ersten Mal die Hausaufgaben vergessen habt oder euch etwas peinliches in der Schule passiert ist.

Wir sollten in der Gegenwart leben

Wenn Sorgen über die Zukunft unnötig sind und die Vergangenheit meistens halb so schlimm wirkt, was bleibt dann noch übrig? Die Gegenwart! Wir wissen das auch und streben danach, Vergangenheit und Zukunft zu verdrängen. Alle Freizeitaktivitäten sind darauf ausgerichtet, sich nicht mit Zukunft oder Vergangenheit auseinandersetzen zu müssen.  Ob wir tanzen, aus Flugzeugen springen oder die momentan angesagteste Droge zu uns nehmen, wir sind in diesen Augenblicken völlig aufmerksam und gegenwärtig.

Gegenwärtig sein ohne Drogen und Adrenalin

Man muss kein Adrenalinjunkie sein. Man muss sich nicht in Trance tanzen. Man muss sich nicht mit Drogen zu dröhnen. Alles was uns meistens fehlt, ist die Fähigkeit mit uns allein zu sein, ohne von Vergangenheit oder Zukunft runtergezogen zu werden. Meditation wäre die beste Lösung, aber für Skeptiker, die ich noch nicht bekehren konnte, kann ich empfehlen sich beim lernen herauszufordern. Geht immer an die Grenze eures Könnens und ihr werdet keinen Platz für Sorgen und schlechte Erinnerungen haben. Putzt euch die Zähne mit links. Kocht etwas anspruchsvolleres als Tiefkühlpizza. Treibt Sport. Macht aus dem Aufräumen einen Wettkampf gegen die Zeit.

Keine Lizenz zum Nichtdenken

Das soll aber keine Generalerlaubnis sein, das Denken einzustellen. Dinge aus der Vergangenheit verfolgen euch nur, wenn ihr noch nicht mit ihnen abgeschlossen habt. Beschäftigt euch damit, bis ihr alle denkbaren Lehren daraus gezogen habt. Das gilt auch für die Zukunft. Wenn ihr Probleme habt, wählt die bestmögliche Lösung aus und akzeptiert, dass ihr nicht mehr machen könnt. Falls euer größtes Problem die Ungewissheit ist, solltet ihr ein paar Erinnerungen ausgraben, in denen ihr spontan und clever auf Überraschungen reagiert habt. Jeder „Aber was ist, wenn..:“ – Gedanke ist ein Misstrauensvotum an euer zukünftiges Ich. Bereitet euch soweit wie möglich vor und akzeptiert, dass der Rest außerhalb eurer Hand ist und euer zukünftiges Ich bestens gerüstet ist, damit umzugehen.

Das wars für heute. Bleibt in der Gegenwart. Malt euch eine Uhr aufs Armgelenk, deren Zeiger auf einen „Jetzt“ Schriftzug zeigen. 🙂

Ich hab keine Bildrechte, aber hier könnt ihr euch ansehen, was ich meine:

The watch of the long now

Now ist natürlich englisch für Jetzt. 🙂

 

Gruß

Anton Jonas

 

 

P.s. :

Nein ihr sollt euch nicht wirklich alle eine Uhr auf die Hand malen…

p.p.s. :

Die Uhrzeit dieses Artikels verrät, dass ich mir selbst mal wieder meinen „besser Schlafen“ Artikel durchlesen sollte…

 

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