Personal Development

Meditationsmethoden 3 Güte

Ich habe bereits zwei Artikel geschrieben, die den glücklichsten Mönch der Welt erwähnen und heute ist endlich der Tag gekommen, an dem ich euch erkläre, wie ihr genauso glücklich werden könnt wie Matthieu Ricard. Na  sagen wir fast genau so glücklich, schließlich hat ein Mönch, der seine Zeit im Kloster verbringt und ständig meditiert einen kleinen Vorsprung gegenüber uns Otto Normals, die sich dafür nur 20-30 Minuten am Tag Zeit nehmen können. Mönche sind also quasi professionell glücklich, während wir nur Amateure sind.

Zweck der Güte Meditation ist es anderen Menschen Gutes zu wünschen und dadurch gleichzeitig, den Teil des Gehirnes zu stärken, der uns selbst glücklicher macht und bei depressiven Patienten oft  unterentwickelt ist. Als man die Mönche auf Glück getestet hat, konnten sie mit den Messgeräten spielen indem sie genau diese Methode angewendet haben.

Vorbereitung

Legt euch bevor ihr mit der echten Vorbereitung anfangt 3 Personen zurecht, denen ihr Gutes wünschen wollt. Im Optimalfall fangt ihr mit einer Person an, die euch nahe steht und arbeitet euch vor zu Personen, mit denen ihr negative Gefühle verbindet. Ich persönlich fand es aber zu schwierig, Menschen zu finden, die ich nicht leiden konnte und hab mich meistens auf Menschen, die ich mag beschränkt.

Die sonstige Vorbereitung ist die Übliche, wie ich sie schon in den anderen zwei Methoden vorgestellt habe. Setzt euch in einer Position, die für euch Würde verkörpert, schließt eure Augen und versucht für ein paar Momente eure Aufmerksamkeit vollkommen auf die Gegenwart zu richten. Ich persönlich benutze diese Methode als Abschluss meiner Meditation, so daß ich bereits vorbereitet bin.

 

Methode

Nun beginnt damit euch selbst etwas Gutes zu tun, wir wollen schließlich selbstbewusst und voller Selbstvertrauen  durch das Leben wandeln.

Ich hab dafür drei Sätze aus Search Inside Yourself übersetzt, die ich 10 Mal (Hier empfehle ich an den Fingern zu zählen um nicht aus dem Rhythmus zu kommen, weil man sich zu sehr auf das Zählen konzentriert) mit meiner inneren Stimme wiederhole:

„Möge ich gesund sein. Möge ich glücklich sein. Möge ich frei von Leiden sein.“

Oft kommen einem dabei auch positive Bilder aus der Vergangenheit in den Sinn, die man mit Gesundheit und Glück verbindet.

Anschließend wählt ihr jemanden aus, der ( oder die) euch sehr nahe steht und macht das ganze wieder 10 Mal.

„Möge A gesund sein. Möge A glücklich sein. Möge A frei von Leiden sein.“

Und wieder kommen einem positive Bilder von dieser Person in den Sinn. Es ist wirklich schwierig schlechte Laune zu haben, nach dem man 40 Mal etwas positive mental durchlebt hat. 🙂

Weiter geht es mit einer Person die für euch neutral ist:

„Möge B gesund sein. Möge B glücklich sein. Möge B frei von Leiden sein.“

Hier wird es schwerer eine Erinnerung heraufzuholen, weil man von neutralen Personen, weniger Erinnerungen hat, aber es sollte nicht zu schwer sein, sich diese Person vorzustellen, wenn sie glücklich ist.

Jetzt kommt das große Finale! Jemand, den ihr nicht leiden könnt. Mönche schaffen das auch mit Leuten von Hitlers Güteklasse, aber wir versuchen es lieber erst mal mit jemandem, den wir ein wenig unsympathisch finden. 🙂

„Möge C gesund sein. Möge C glücklich sein. Möge C frei von Leiden sein.“

Hier wird eure ganze Vorstellungskraft gebraucht, um ein Bild heraufzubeschwören, das diese Person glücklich darstellt. Aber wenn ihr das 10 Mal gemacht habt, werdet ihr merken, dass es danach deutlich schwerer wird, diese Person zu hassen. Weil man akzeptiert hat, dass sie auch ein Mensch mit völlig normalen Gefühlen und Gedanken ist, der uns nur etwas negativ aufgefallen ist. In schwierigen Fällen wird Hass zwar nur zu Mitleid, aber das ist schon eine deutlich angenehmere Stimmung.

Abschluss

Zum Abschluss nehmt ihr euch wieder ein paar Momente Zeit euch auf euren Atem oder eure körperliche Wahrnehmung zu konzentrieren und euch zu entspannen.

Ergebnis

Ich fühle mich nach dieser Meditation immer super. Ich würde das Gefühl irgendwo zwischen Melancholie und dem Gefühl etwas für einen guten Zweck geleistet zu haben, einordnen. Man hat ein paar schöne Erinnerungen durchlebt und anschließend Menschen, die es am nötigsten haben, etwas Positives gewünscht.

Wenn man dann später diese Menschen trifft, fällt es einem deutlich leichter sie zu verstehen und mit ihnen auszukommen.

Probiert es am besten selbst aus und lasst mich wissen, wie ihr euch danach gefühlt habt!
Gruß

Anton Jonas

 

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