Personal Development

Besser Schlafen 4 Nie mehr verkatert fühlen ohne getrunken zu haben!

   
Das Problem:
Okay wir haben es fast geschafft. Wir stehen pünktlich zur selben Zeit auf,wir stehen nicht vom Computer auf und wandern schnurstracks ins Bett und wir wissen was wir machen sollen,wenn unsere rasenden Gedanken uns nicht entspannen lassen wollen.
Wir haben also unseren Schalfrythmus im Griff,wir brauchen nicht mehr lange um einzuschlafen und wir schlafen ruhiger,weil wir wissen,dass wir nichts vergessen können.
Aber manchmel schlafen wir richtig lange und wenn wir aufwachen fühlen wir uns schlechter als zuvor. Völlig müde und ausgelaugt. Ich sage dann gerne „ich fühl mich zerknittert“,aber fragt mich nicht wie ich auf den Ausdruck gekommen bin und wie ich ihn erklären kann.
Das Problem in diesem Fall sind unsere leeren Glykogenspeicher.
Glykogenspeicher sind die erste Treibstoffquelle unserer Muskeln.
Marathonläufer sind gierig nach jeder Form von Kohlenhydraten,weil der Körper diese am schnellsten in Glykogen(selbst ein Kohlenhydrat) umwandeln kann.
Was hat das mit Schlaf zu tun?Wenn wir einen regelmäßigen Tagesablauf haben essen wir irgendwann zwischen 19 und 21 Uhr zu Abend und wann gehen wir schlafen?
Um 23-2 Uhr nehme ich einfach mal an. Das sind 4-7 Stunden Abstand zwischen der letzten Nahrungszufuhr und dem Schlafen GEHEN. Wenn man jetzt die 8-10 Stunden Schlaf
dazu rechnet, haben wir mindestens 12 Stunden lang nichts mehr gegessen,wenn wir morgens aufstehen.Unsere Glykogenspeicher sind völlig entleert, wir fühlen uns
wie gerädert und müssen uns mit purer Willenskraft durch den Alltag schleppen,bis wir gefrühstückt haben.

Die Lösung

Menschen die das öfter verspüren sollten sich Gedanken über ihre Ernährung machen.Es gibt zwei Lösungsansätze, die auch vom Schweregrad des Problems abhängen.
Wenn wir jeden Morgen völlig kaputt sind muss etwas geschehen um das zu vermeiden. Wenn es aber nur selten geschieht,könnte es reichen am Morgen möglichst früh
dagegen vorzugehen.Quasi das Symptom zu behandeln statt der Ursache.In meinem Fall passiert das relativ selten und in daher ist meine Strategie mehr auf Einfachheit
ausgelegt, als das Problem an der Wurzel zu packen. Wenn ich das Gefühl habe ich wache zu häufig mit leerem Akku auf halte ich einfach ein Packung Saft bereit und das erste was ich am Morgen tue ist ein Glas Saft zu trinken.Im Normalfall versuche ich das allerdings zu vermeiden,da ich meine Ernährung auf Slow-Carb umgestellt habe
und Saft dort nichts zu suchen hat,wenn es nicht gerade Samstag ist. Für chronische „zerknittert“ Aufwacher ist es an der Zeit sein Abendmahl zu ändern.
Unser Problem mit den Glykogenspeichern ist,dass diese relativ schnell voll sind und alle restlichen Kalorien in unserem Stoffwechsel werden anderweitig verarbeitet.
Wenn wir dann die Speicher leeren,fehlt uns auf einmal der Sprit.Im Sinne der Slowcarb Ernährung kann man hier recht einfach Abhilfe schaffen,in dem man abends
genau überlegt was man essen will.Denn je langsamer es in Glykogen umgewandelt werden kann,desto länger dauert es bis wir ausgelaugt sind.
Mein persönliches Abendessen besteht meistens aus Spiegeleiern,Bohnen und einer Scheibe Lachsfilet oder Thunfisch,je nach dem was ich gerade zur Hand habe.
Wer sich etwas anderes Zaubern möchte sollte sich folgende Tabelle anschauen und aus den grün markierten Nahrungsmitteln eine eigene Mahlzeit basteln : Glyx
Wichtig ist dabei vorauszuplanen.Glaubt ja nicht,dass ihr wenn ihr erstmal hungrig seid euch an den Computer setzt,die Tabelle aufsucht und anfangt Nahrungsmittel zu suchen,die ihr habt.Überlegt euch jetzt schon was ihr in den nächsten Tagen essen wollt.

Die Methode
Trigger: Auslöser hängt von euren Gewohnheiten ab.Bei mir ist es öfter die Uhrzeit (20 Uhr) als der Hunger.Überlegt euch selbst,was bei euch das Abendessen auslöst.
Routine: Kocht euch ein vorausgeplantes Essen.
Belohnung: Ihr seid nicht nur satt,ihr wisst auch noch,dass ihr morgen endlich wieder erfrischt aufwachen werdet.

Seid nicht zu voreilig damit,das Experiment als gescheitert zu bewerten,wenn es beim ersten Mal nicht reicht.Dann müsst ihr entweder später oder mehr essen.
Wenn es immernoch nicht klappt gewöhnt euch an kurz vor dem Schlafen gehen noch etwas zu essen. Ein Apfel könnte schon reichen.

Gruß
Anton Jonas

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Besser Schlafen 1
Besser Schlafen 2
Besser Schlafen 3

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