Philosophie

3 Dinge, die ich nie wieder von euch hören will!

Foto von Alen Levine
Foto von Alen Levine

 

„Ach wer weiß schon, was gesund ist und was nicht. Man liest ständig in der Zeitung, dass gesunde Dinge auf einmal krebserregend sind.“

Wissenschaftler haben dasselbe Problem wie Musiker. Um davon leben zu können, muss man populär sein. Für Popularität muss man Kompromisse machen. Deshalb gibt es nicht nur Pop-Musiker sondern auch Pop-Wissenschaftler. Wenn er eine „Wissenschaftler finden heraus, dass Äpfel tödlich sind“-Schlagzeile produzieren muss, um sich sein nächstes Projekt zu finanzieren, dann wird er auch bereit sein, seine Studie so zu formulieren, dass ein unwissenschaftlicher Reporter daraus, eine reißerische Schlussfolgerung ziehen kann. Wenn er dafür Ratten solange mit Äpfeln zwangsernähren muss, bis sie platzen, ist das eben der Preis, den er zahlen muss.

Mir ist bewusst, dass ich das sehr überspitzt formuliert habe, aber ich möchte damit klarmachen, dass solche Schlagzeilen einem System von Wissenschaftlern und Journalisten entspringen, das finanziell motiviert ist und selten Aussagekraft besitzen. Jedem sollte klar sein, welche Lebensmittel gesund sind und welche nicht.

Schlagzeilen, wie „Schokolade macht glücklich“ und „Rotwein hilft gegen Krebs“, sind kein Grund sich maßlos damit vollzuschlagen und „Spinat könnte unter Umständen krebserregend sein, wenn man 3 Wochen lang 10 kg täglich zu sich nimmt“ ist kein Grund, ein paar Blätter Spinat zur nächsten Mahlzeit zu schmeißen.

„Ich bin zwar etwas übergewichtig, aber ich hab eine Menge Muskeln unter dem Fett.“

Bei dieser Aussage muss ich schmunzeln, weil ich der erste war, aus dessen Mund ich sie vernommen habe. Ich war überzeugt davon, dass unter dem Fettpanzer ein muskulöses Ungeheuer darauf wartet befreit zu werden. Ich hab Fußball im Verein gespielt (Auch wenn meine Position in den späteren Jahre ,meiner mangelnden Ausdauer sei Dank, hauptsächlich rechts draussen war) und ich hab im Sportunterricht immer im oberen Drittel abgeschlossen. Aber nach einem Jahr proteinreicher Ernährung,Krafttrainings und Slow Carb Diät, ist nicht viel muskulöses zu sehen gewesen. Ich hab 15 kg abgenommen, mit Sicherheit durch Eiweiss und Training an Muskeln zugenommen, aber einen Traumkörper habe ich nicht darunter gefunden. Ich bin nicht unzufrieden gewesen und habe seit dem sicher an Muskelmasse zugelegt, aber mir ist es wichtig den Leuten zweierlei mitzuteilen.

  • Für Muskeln muss man hart trainieren. Abnehmen alleine reicht nicht, egal wie viel überschüssiges Gewicht ihr mit euch tragt. Konzentriert euch ruhig erstmal auf das Abnehmen, aber erwartet keinen Adonis in eurem Badezimmerspiegel.
  • Selbst wenn ihr unheimlich viele Muskeln habt, ist das kein Grund nicht abzunehmen. Stellt euch vor, ihr könntet plötzlich 10 kg weniger wiegen. Eure (mit Sicherheit *augenroll*) prächtigen Muskeln, würden nicht nur besser aussehen, ihr könntet auch deutlich mehr leisten, weil ihr keinen Fettrucksack mehr auf eurem Bauch tragt.
  • Bonus:  Aus eigener Erfahrung. Kein Mensch wird euch sagen, dass ihr zu übergewichtig seid.Für alle anderen ist es offensichtlich, während ihr euch jeden Morgen im Spiegel seht und die schleichende Entwicklung überseht und schönredet. Seid ehrlich zu euch selbst!

„Ich lebe bereits gesund.“

Es ist einfach unfassbar, wie viele Menschen sich über ihre Figur beschweren und anschließend versuchen mit mir darüber zu streiten, wie gesund sie leben.

  • „Du musst dich mehr bewegen.“ „Du hast ja gar keine Ahnung wie viel ich mich bewege! Ich bin den ganzen Tag auf den Beinen!“ „
  • „Du musst weniger Süßes essen.“ „Ich esse nie Süßes!“
  • „Du musst mehr Wasser trinken.“ „Ich trinke total viel Wasser!“
  • „Du musst mehr Obst und Gemüse essen.“ „Ich esse haufenweise Obst und Gemüse.“

Ich bin nicht sicher, ob sie mich für die Gesundheitsfee halten, die irgendwann sagt „Okay, du lebst gesund, dann schwinge ich meinen Zauberstab und gebe dir den Körper, den du durch deinen gesunden Lifestyle verdient hast!“ oder ob sie wirklich glauben, was sie sagen. Es kann bequem sein, zu glauben, dass man einfach die Genetiklotterie verloren hat und jetzt die Sau rauslassen kann, weil man sowieso nicht gesund wird, egal was man macht. Der Weg zur Gesundheit fängt mit Selbsterkenntnis an. Nur wer aufhört sich selbst zu belügen, kann langsam Fortschritte machen.

Wer sich mit Gesundheit, Ernährung und Fitness auskennt, sollte immer Wege finden,  gesünder zu leben.

 

Gruß

Anton Jonas

 

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2 thoughts on “3 Dinge, die ich nie wieder von euch hören will!

  1. Sehr schön, ich habe gerade das Problem bezüglich der Ernährung, immer wieder wird was anderes erzählt. Ich habe bereits selbst Erfahrungen gemacht mit Rohkost und veganer Ernährung. Viele sagen, das sei nicht gut für den Körper, aber ich habe eben gemerkt, dass es mir gut tat. Lediglich meine Abhängigkeit& eigene Disziplinlosigkeit hindern mich derzeit daran, das wieder eine Zeitlang konsequent durchzuziehen.
    Letztes Jahr habe ich an einem 5km-Lauf teilgenommen und danach wurde bei mir Arthrose im linken Knie festgestellt. Mittlerweile habe ich viel darüber gelesen, dass man mit entsprechender Ernährung und Bewegung die Arthrose sehr wohl bekämpfen kann, und ich möchte nächstes Jahr unbedingt an diesem Lauf wieder teilnehmen.
    Unter anderem dank deiner Artikel wird es auch bestimmt gelingen, also danke 😉

  2. Danke DIR für die lieben Worte. 🙂
    Wenn du zu viel „Disziplinlosigkeit“ hast, nimmst du dir wahrscheinlich zu viel auf einmal vor.
    Oder mach es wie ich. Ich hab dieses Wochenende einfach nur Rohkost eingekauft und zum ersten Mal komplett roh gegessen. Disziplin habe ich keine gebraucht, weil ja sonst nichts anderes da war und die Läden geschlossen waren. 😀
    Mit den Gelenken ist nicht zu spaßen. Vielleicht solltest du es mit Powerwalking probieren.
    Das mag komisch aussehen, aber da werden die Gelenke nicht wie Stoßdämpfer mit jedem Schritt belastet.
    Und im Zweifel würde ich IMMER Ernährung vor Bewegung setzen. Bei der richtigen Ernährung ist dein Stoffwechsel so aufgedreht, dass du dich nicht mehr zur Bewegung zwingen musst.

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